Train

Die ersten stehenden Train Formationen, die ihren Ursprung im Gefechtstross bzw. dem Gefolge der Heere hatte, wurden in Preußen 1853 errichtet. Für jedes Armeekorps eine, die schon 1856 auf  je ein Bataillon mit 2 Kompanien erweitert wurden.

Soldat der 11. Trainabteilung
Soldat der 11. Trainabteilung

Die Uniform war in Preußen immer dunkelblau mit hellblauen Abzeichen und gelben Knöpfen, dazu als Kopfbedeckung anfangs der Helm, der aber sehr bald einem Tschako, wie ihn die Jäger trugen, wich. Um dann 1903 wiederum durch den Helm ersetzt zu werden. Allerdings trugen die Offiziere immer den Helm.

Bis 1912 wurden 20 Train Bataillone (Abteilungen) errichtet. Seit l .4.1914 hießen die Train Bataillone "Train- Abteilungen" die Kompanien "Eskadrons". Die Eskadronschefs wie bei der Kavallerie "Rittmeister". Unter dem Begriff  "Train" verstand man Fahrer, Wagenführer, Köche, Bäcker, Fleischer. Die Mannschaften des Trains waren hauptsächlich dazu bestimmt, im Mobilmachungsfalle als Fahrer und Wagenführer bei den verschiedenartigen Kolonnen, Stäben und Trains verwendet zu werden.

Der in den Friedenszeiten oft nicht so recht ernst genommene und milde belächelte, wenn nicht sogar verachtete Train war das eigentliche Rückrad des Heeres. Wie man spätestens beim Vormarsch in Frankreich 1914 schmerzlich feststellen mußte, blieb jeder noch so schneidige Infanterie-Angriff sofort stecken, wenn es nicht gelang, Verpflegung und Verpflegung sowie Gefechtsmittel-Nachschub sicher zu stellen. Trotzdem hatte der Train immer etwas ruhig gemütliches und romantisches an sich. Nicht ohne Grund hieß es damals:

Die Schönste Waffe ist der Train,
er trägt den Säbel nur zum Schein.

Und muß er ihm ziehn' in Nöten,
dann steht darauf "Du sollst nicht töten".