Villeroy 2011

In den frühen Morgenstunden des 09.09.2011 begann die Fahrt einer Kleingruppe des Vereins. Sie folgte in etwa dem Weg den die deutschen Truppen auf ihren Vormarsch durch Belgien und Nordfrankreich nahmen. Ihr Ziel war die Ortschaft Villeroy, um sich mit den anderen Mitgliedern des VHU, aber auch der DGHU, der IG 18 (Interessengemeinschaft der Darstellung des alten Heeres bis 1918) und den aus England angereisten Angehörigen des IR 28 zu treffen.

Sie alle folgten der Einladung der französischen Gruppen: Le Poilu de la Marne, der Association HRG und der Memoire de Poilus, um gemeinsam der Kämpfe an der Marne von 1914 zu Gedenken.

Dort sollte neben unterschiedlichen Gedenkveranstaltungen, auch eine Gefechtsdarstellung zwischen deutschen und französischen Truppen stattfinden.

Auf dem Marsch über Land durch Nordfrankreich ließen es sich die Mitglieder der Gruppe nicht nehmen im Namen des Vereins für Historische Uniformen auf dem Soldatenfriedhof bei Colonfay einen Kranz für die Toten beider Seiten niederztulegen.
Ursprünglich ein auf Befehl Kaiser Wilhelms angelegter Friedhof für die Garde, ruhen hier nun auch Soldaten Frankreichs und Rußlands.

Gedenkstein für das 1. Garde-Rgt. zu Fuß
Zentrales Ehrenmal für alle Gefallenen
Ein letzter stiller Gruß

Nach einem sehr herzlichen Empfang durch die französischen Gastgeber, eine Herzlichkeit und Gastfreundschaft die uns das ganze Wochenende über entgegengebracht wurde, ging es spät zu Bett um noch früher aufzustehen.

Am Samstag machte sich die Einheit des IR 28, unterstützt durch Teile der anderen deutschen Abteilungen auf den Gedenkmarsch.
In sengender Hitze bestritt die kombinierte Einheit einen ca. 12 Km Marsch im Raum Meaux.

Nachdem  die Gruppe in Gruppen mehr oder weniger geschlossen wieder ins Lager einrückte, war erstmal Erholung angezeigt. 
Jedem zeigte der Marsch deutlich was es bedeutete, nicht nur 10, sondern mal 30, 40 oder gar 50 km zu marschieren und das mehrere Tage hintereinander - so wie es die Soldaten damals vollbringen mußten.

Nachdem die Kräfte gesammelt waren wurde im Ort gemeinschaftlich zu Abend gegessen und die Tags zuvor geknüpften Bande zwichen den Darstellern wurden gefestigt und die Bekannschaften ausgebaut.
Eine Grenzüberschreitende Völkerverständigung.

Sonntags, bei leichtem Nieselregen, begann die Gefechtsdarstellung mit einem Ortskampf. Die Franzosen beschönigten nichts und stellten auch die Erschießung eines zu unrecht verdächtigten Franzosen dar, der beschuldigt wurde für die Deutschen spioniert zu haben. Er hatte sich damals eigentlich nur positiv über Deutsche ausgesprochen. Auch diese Szene wurde dem zahlreichen Publikum erklärt.

Nachdem Ortskampf wurde das Gefecht vor den Ort verlegt wo es zu einem weiteren Schußwechsel zwischen den Parteien kam. So plötzlich wie das Gefecht begann, so hörte es auch auf als die Franzosen kehrt machten und die Deutschen nicht nachrückten - Dèjà-vu

Nach einem mehr als erfolgreichen Wochenende kehrten die noch verbliebenen Teilnehmer mit den besten Erinnerungen in ihre Heimat zurück, mit der Erkenntnis das es leider erst wieder 2014 ein Wiedersehen in Villeroy geben wird.

Nach oben