Düppel 2015

Kaum zu glauben, nein - nicht das wie zu erwarten am 18.04.2015 keine 10000 Zuschauer wie letztes Jahr zum Düppel Gedenktag kamen - nein, sondern das es diesmal an dem ganzen Wochenende nicht einmal geregnet hat.

Auch wenn es diesmal nur einige hundert Besucher zu den Düppeler-Schanzen verschlug, konnten die deutschen Teilnehmer mit knapp 10 Personen ihren Stand halten.

Angereist schon am Freitag und untergebracht bei den Jydske Landsoldater in einer ehemaligen Kaserne der dänischen Armee ging es am Samstag Morgen zur Düppeler Mühle, um dort mit den anderen eintreffenden Deutschen und Dänen an der Hissung des größten Dannebrog beizuwohnen. In der Mühle bekamen die Darsteller den mittlerweile traditionellen Schnaps.

Danach ging es zu den Gräbern dänischer und deutscher Soldaten, aufgrund der Schließung der Unteroffiziers-Schule war die Anwesenheit und Unterstützung durch die dänische Armee beschränkt, sowie die Anwesenheit offizieller Abordnungen der Politik begrenzter als sonst.

Den Rest des Tages wurde im Düppel-Museum verbracht. Dabei kam es zu kleineren Gefechtsdarstellungen der Landsoldater, aufgrund mangels deutscher Gegner nur auf einen imaginären Feind schießend. Allgemeine Führungen wurden, wie es an Besuchstagen üblich ist, auch in Deutsch angeboten.Diesmal auch zusätzlich für die Darsteller aus Deutschland, bei extra angesetzten Führungen.

Bevor die Jydske Landsoldater Wache beim Gedenk-Gottesdienst an der Kirche hielten, wurde der Dannebrog noch eingeholt. Vom 1945 zerstörten Denkmal für 1864 im Bereich der Schanze IV hatte man einen guten Blick auf die Fahne und die Mühle. Die meisten deutschen Teilnehmer waren inzwischen abgereist.

 

Abends kam es in der Freiheitshalle, ebenfalls in Sonderburg, noch zu einer Aufführung bei der neben Reden und Ansprachen, die unterschiedlichsten Gruppen ein abwechslungsreiches Musikprogramm darboten. Allerdings darf man sich fragen, wo sonst an diesem Tag auf soviel Tradition und Gedenken geachtet wurde, was dann englische Gospel-Lieder mit 1864 zu tun haben.

Als der letzte offizielle Punkt beendet war, ging es wieder zurück zur Kaserne, wo der Tag gemeinsam beendet wurde und man sich am nächsten Morgen verabschiedete mit der Hoffnung sich in Alsen oder gar vielleicht beim Kaisermanöver wiederzusehen.

GGR4

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