Doorn 2016

Es ist immer wieder beachtlich wenn man sieht was Einzelne oder Gruppen mit sehr viel Initiative leisten können, wie der Bericht um die DSWA Station Bierwater zeigt. Da kann man nur mit höchster Hochachtung sprechen, denn was hinter so einer Veranstaltung steckt, lassen Bilder nur erahnen. Wie auch die Darstellungsgruppen in Doorn dies wieder in beeindruckender Weise zeigten.

Es zeigt sich mitunter auch was für einen langen Atem jemand haben muß, so waren vor zwei Jahren die Planungen bei einer Gruppe für eine Fliegertruppe noch im Geiste vorhanden und heute zeigen sich die Fortschritte beim Flugzeugbau oder bei einer amerikanischen Einheit werden mit Hilfe vorgefertigter Teile an Ort und Stelle ein kleines Grabensystem erbaut oder eine russische Einheit legt einen künstlichen Wall an. So gab es noch viele andere Darstellungen vom 20.05. - 22.05.2016 in Holland zu sehen.

Allerdings hat der Veranstaltungsort dort einen unleugbaren Vorteil gegenüber allen anderen Orten, nirgends kann man Seiner Majestät näher sein als in Doorn.

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Natürlich ergab (apropos ergeben, wieder konnten einige Darsteller, einer feindlichen Übernahme nicht wiederstehen und nutzen dies zur vollkommenen Zufriedenheit aus) sich wieder die Gelegenheit bei den anderen Gruppen vorbei zu schauen, bzw. deren Vorführungen beizuwohnen und Neues zu erfahren. Erstaunlich das die britische Kavallerie auch weibliche Sanitäterinnen zu Pferd in ihren Formationen hatte und nicht etwa weit hinter der Front, wo es neben den Rot-Kreuz-Schwestern, britische Militärkrankenschwestern gab, die soweit erzählt wurde, nicht den Statuten des Roten Kreuzes unterstanden.

Das es suboptimale Gedankengänge nicht nur in Deutschland gibt, zeigte sich den Organisatoren, als ein Übereifriger ausgerechnet am Veranstaltungstag seine Gülle ausfahren wollte und nachdem man ihn des Feldes verwies, Pflichtbewusst es später noch ein zweites Mal versuchte. Zum Glück für Darsteller und Besucher schaffte er nur die Hälfte des Feldes.

Im Gebäude selbst konnten Uniformen, Geschenkdegen, bzw. Gegenstände des Kaisers besichtigt werden, die extra für diese Tage aus den Kammern geholt wurden. Die preußische Lebensart des Kaisers zeigte sich z.B. bei den Handschuhen die er noch vor seiner Vertreibung besaß und die er bei der Gartenarbeit, (neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit), benutzte und dafür immer wieder ausbessern ließ.

Eine kleine Gruppe Darsteller nutze die Gelegenheit noch einmal für die kommende Veranstaltung in Verdun zu üben.

Nachdem die letzten Gruppenphotos gemacht wurden, blieb einem leider nichts anderes übrig als Doorn mit einem guten Gefühl, das jeder willkommen war, zu verlassen.

GGR4

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