Verdun 2016

Die Tage von Verdun vom 26.05. - 30.05.2016 werden für viele Teilnehmer, trotz aller Widrigkeiten, als eine beeindruckende Veranstaltung in Erinnerung bleiben.

So war das regnerische Wetter auch Schuld daran das einige Deutsche schon vorzeitig wieder abreisen mußten, da die Gefahr zu Hause von Überschwemmungen bestand. Dann war da noch der Druck von offizieller deutscher Seite, die soviel Druck ausübten, das es den Teilnehmern das Tragen von preußischen Fahnen, Bataillonsfahnen und das Singen der alten Kaiserhymne außerhalb des Platzes verboten war. Die franz. Organisatoren blieben zumindest soweit standhaft, das dies zumindest auf dem Gelände erlaubt war. Bei nicht Einhalten dieser Vorgaben aus Deutschland, bestand die Drohung alle deutschen Teilnehmer auszuladen. Das die Franzosen keine Probleme dabei haben zeigen die Reaktionen während des Marsches durch Verdun, wo alle Verbände mit der Bevölkerung zusammen am Friedensdenkmal im Zentrum von Verdung, den Soldaten beider Seiten gedachten. So einen lang anhaltenden Beifall während des Marsches hat keiner aus Deutschland je erlebt. So erzählte uns jemand das eine französische Mutter ihre Kinder kaum bändigen konnte, weil sich diese so sehr auf die Deutschen freuten und es ist auch nicht üblich das Einwohner Verduns am Abreisetag noch einmal zu uns kamen um sich zu bedanken. Warum diese Aufzählung an Beispielen, nun der Schatten der deutschen Beeinflussung reichte soweit das selbst verhüllte preuß. Fahnen nicht mitgeführt werden durften. Da aber die Stadt unbedingt eine Fahne vor dem deutschen Kontingent haben wollte, wurde notgedrungen die Fahne der BRD vorrangetragen. Allerdings muß man diesem Einfluß vielleicht auch dankbar sein (dieses Gefühl hatten zumindest viele deutsche Teilnehmer), denn wenn man sieht wie bei der zentralen Gedenkveranstaltung am Doumaunt der Toten gedacht wurde, kann man froh sein, das ALLE Uniformierten einen Tag vorher davon ausgeschlossen wurden. Das der franz. Präsident sonst keine Berührungsängste mit Feldgrauen hat, kann man u.a. auch auf Seiten der DGHU (s. Paris 2014) sehen.

Wie würdevoll den Opfern gedacht werden kann, zeigte sich beim gemeinsamen Antreten auf einem deutschen und französischen Friedhof.

Vielen Teilnehmer kamen dabei die Tränen in die Augen, u.a. auch als Teilnehmer aus Deutschland Heimaterde auf den Gräbern verteilte.

Um entsprechend Auftreten zu können wurde die Zeit von Oberstlt. D. König und der von ihm eingeteilten Zugführer genutzt, den Darstellern, welche in 3 Zügen aufgeteilt wurden, einen Grob- und Feinschliff zu geben. Dies was gar nicht so einfach, da neben dem unterschiedlichen Ausbildungsstand, es mitunter auch sprachliche Probleme gab. Denn in den deutschen Uniformen steckten u.a. auch Engländer, Franzosen, Polen, Litauer usw., usw. Und auch wenn sich so einige Schwierigkeiten während des Marsches beim Anzählen und Schritt halten zeigten, wurde die Aufgabe insgesamt soweit gut gelöst, das es den Zuschauern am Rand nicht weiter auffiel.

Nach oben

Der Besucherstrom riss auch bei den ungünstigsten Platz- und Wetterverhältnissen nicht ab. Nicht nur Zuschauer konnten sich an den Ausgestellten Geräten und den mitunter noch fahrtüchtigen Fahrzeugen erfreuen, auch die Gruppen untereinander konnten neue Kontakte knüpfen und Wissenswertes über die jeweils andere Ausrüstung und Gruppenteilnehmer erfahren.

Nach oben

 

Der an sich noch ruhige Sonntag konnte vom Verein Historische Uniformen noch dazu verwendet werden den Organisationsleiter, neben H. Walter für die Planung und Durchführung der Veranstaltung auszuzeichnen, Denn trotz aller Probleme die Auftauchten, es bedarf schon viel Arbeit eine über mehrere Tage dauernde Veranstaltung mit Menschen aus ganz Europa zu organisieren. Wenn dann noch während der Planungsphase immer wieder von außerhalb einem Knüppel in den Weg gelegt werden, muß das einfach Anerkannt werden.

Intern hat der VHU auch noch zwei Engländer des IR 28 für ihre Arbeit ausgezeichnet.

Da der Abzug schon in den frühen Morgenstunden fließend begann und eine Verabschiedung nicht möglich war, ist zu hoffen das Alle eine gute Heimfahrt hatten und die welche nicht nach Verdun kommen konnten, wieder bei der nächsten Veranstaltung dabei sein können.

GGR4

Nach oben