Stabsoffizier
Stabsoffizier
Fahnenträger
Fahnenträger
Kaserne des Garde Schützen Bataillon
Kaserne des Garde Schützen Bataillon

Garde-Schützen-Bataillon

Gardekorps, 2. Garde-Inf. Div., 3. Garde-Inf. Brigade, Berlin

Kommandeure

  • 1814 v. Meuron 1860 v. Bülow
  • 1816 v. Witzleben
  • 1818 v. Tilly
  • 1829 v. Grabowski
  • 1830 v. Thadden
  • 1840 v. Brandenstein
  • 1847 v. Arnim
  • 1848 Vogel v. Falckenstein
  • 1850 v. Thiesenhausen
  • 1851 v. Eberstein
  • 1854 v. Kalckstein
  • 1863 Falkenstein v. Fabeck
  • 1866 v. Besser
  • 1870 Falkenstein v. Fabeck
  • 1870 v. Boeltzig
  • 1879 v. Nickisch-Rosenegk
  • 1884 v. Beneckendorff u. v. Hindenburg
  • 1888 v. Scholten
  • 1894 v. Pawlowski
  • 1897 Roeder v. Diersburg
  • 1902 v. Winckler

Am 19.5.1814 wurde das Garde-Schützen-Bataillon aus den von Marschall Berthier im Jahre 1807 in Neuchatel/Neufchateau (Schweiz) errichteten und den nach der französischen Niederlage aufgelösten Bataillons und angeworbenen Mannschaften errichtet. In den folgenden Jahren war es eine alte preußisch-deutsche Tradition, das „gelernte Jäger“, d.h. Forstlehrlinge mit Abschlussprüfung beim Garde-Schützen-Bataillon oder einem der Jägerbataillone ihrer Militärpflicht genügen mussten. Erst nach mehreren Jahren Truppendienst erhielten die jungen Forstleute  ihre Anstellungsberechtigung im staatlichen Forstdienst.

Seit ihrer Errichtung 1814 war das Garde-Schützen-Bataillon bis 1884 in der eigens umgebauten Infanteriekaserne in der Köpenicker Straße 13-15 stationiert. Am 30.9.1884 bezogen die im Volksmund „Neffschandeller“ bezeichneten Gardeschützen die neue Kaserne in der Steglitzer Straße in Lichterfelde (heute Gardeschützenweg).  In den Jahren 1856 bis 1858 verrichtete die 1. Kompanie ihren Dienst auf der Burg Hohenzollern.

Bei der Uniformierung unterschieden sich die Garde-Schützen von den Jägern im wesentlichen durch die Farbe Schwarz an Kragen und Aufschlägen sowie den für die Garde typischen Ärmelaufschlägen im französischen Stil.

Als Waffe wurde die Jägerbüchse M/71 geführt. Als Beiwaffe wurde der Hirschfänger M/71 befohlen. Dieser wurde auch zum nachfolgenden Magazingewehr 71/84, welches das Gardeschützen-Bataillon im Sommer 1886 erhielt und zum Gewehr 88, das 1890 ausgegeben wurde, geführt. Die Gardejäger- und Gardeschützenbataillone behielten den Hirschfänger M/71 bis zur Umrüstung auf das Gewehr 98.

Schlachten

18.3.1848 Straßenkampf in Berlin

1849 gegen Dänemark

  • 23.4. Schleswig
  • 08.5. Beschießung von Fredericia
  • 05.6. Sattrup ( 2.,3. Kp.)

03.7.1866 Königgrätz

1870/71 gegen Frankreich

  • 18.8. Gravelotte-St. Privat
  • 01.9. Sedan
  • 19.9. Einschl. von Paris
  • 30.10. Le Bourget

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