Roscheider Hof 2012

Die Darstellergemeinschaft Deutsches Kaiserreich 1871 - 1914
(s. Weiterleitungen) vollzog vom 24.08 - 26.08.2012 eine Einquartierung im Museumsdorf Roscheider Hof/ Konz bei Trier. Zugegen waren auch Mitglieder der IG "Alten Armee".

Es war eine in mehrerer Hinsicht einmalige Veranstaltung in Deutschland.
Die Einquartierung war nicht nur dem Namen nach eine, sondern eine regelrechte Belebung des Dorfes und so in der Art gibt es dies, was die Kaiserzeit betrifft, nicht nochmal.
Die Häuser wurden entsprechend belebt, im Kolonialwarenladen konnten  Waren gekauft werden, die Schänke - war bei den Temperaturen zum Glück - geöffnet und in der Dorfschule drückte die Schulbank so manches Darsteller- oder Besucherkind. Neben der Schmiede wurde auch die Dorfbäckerei angeheizt und so kamen Besucher und Darsteller in den Genuß von frischem Brot und Kuchen.

Die militärischen Aktionen beschränkten sich nicht nur auf den Formaldienst oder den Übungen im Felde im und um das Dorf, sondern auch in Instruktionsstunden z.B. der Winkerausbildung oder den techn. Geräten der Telegraphentruppe. Es waren aber auch die Kleinigkeiten die das Bild vollendeten, wie Löhungsappell oder Verteilung der Feldpost.

In der überschaubaren Epoche der Kaiserzeit überwiegen die Darsteller des Militärs, aber gerade den Teilnehmern des zivilen Bereiches gebührt höchstes Lob und Anerkennung, denn während die Soldaten "nur" ihre Ausrüstung mitbringen mußten, so sorgten die "Dorfbewohner" durch ihren Einsatz die Gebäude/ Wohnungen/ Läden entsprechend herzurichten (dies bedeutete bei weitem mehr Arbeit und Einsatz), für eine einmalige Atmosphäre. Nur dadurch konnte man wirklich von einer Einquartierung 1912 sprechen. 
                                                                                                               GGR4

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